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Schmiede

Um 1600 wird im Kirchenbuch der Name des ortsansässigen
Schmiedes Thomas Kraft erwähnt. An der durch das Dorf
führenden Heer- und Handelsstraße lag die Schmiede schon
damals an derselben Stelle des Dorfes wie heute. Selten war,
dass so kleine Dörfer wie Lichterfelde um diese Zeit bereits
feste Schmiedewerkstätten hatten. Von einer sogenannten
"Laufschmiede", wurde ein Verband von Dörfern von einem
Schmied bedient. Die notwendigen Arbeiten für die durch
Vertrag verbundenen Orte führte der Schmied von seinem
festen Wohnsitze alle Woche einmal vor Ort durch, wo er
meist eine kleine Schmiedewerkstatt hatte. Lichterfelde mit
seinem immer noch starken Verkehr und mit seinem großen
Rittergut konnte sich aber wohl den Luxus einer eigenen
Schmiede gestatten, denn außer der Landwirtschaft bedurfte
ja auch die waffengeübte Herrschaft des Schmiedes, so dass
jener Thomas Kraft wohl auch als Waffenschmied anzusehen
ist. Der Nachfolger, welcher 1607 erwähnt wird, war Hans
Knuthe.
1632 hieß der Schmied, wie eine spätere Kirchenbuchnotiz
ausweist, Hans Döbbert.
1671 wurden in Lichterfelde u.a. gezählt: 1 Schmied, Namens
Peter Militz
1720 erscheint zum ersten Mal ein Vertreter der
Schmiedefamilie Wiese, in deren Besitz die Lichterfelder
Schmiede ein volles Jahrhundert verblieb: Christian Wiese.
Dieser hat über seinen Einzug in Lichterfelde das folgende
originelle Schriftstück hinterlassen: "Ich als Meister Christian
Wiese bin Anno 1720 angekommen.
Dazumalen (ich) einen Kontrakt getroffen habe mit dem
seligen Herrn von Groeben in das Anfangs Monat September,
Alte Schmiede:
dass so kleine Dörfer wie Lichterfelde um diese Zeit bereits
ja auch die waffengeübte Herrschaft des Schmiedes, so dass
Joachim Torge als Schulze hat es mündlich ausgesprochen in
Gegenwart der Herrschaft, was ich von der Gemeinde kriege.
1735 Der Schmied heißt (zu Zeiten der Schulzen Martin
Torge und Gottfried Dünow) Michael Mithan